Zum Inhalt springen
Geräte & Inventar

MDM-Software kostenlos: Was die vier Gratis-Wege leisten

MDM-Software kostenlos – vier Gratis-Wege im Vergleich: Microsoft Basismobilität, kostenlose Herstellerversionen, Open Source und Testphasen, mit Grenzen.

Jens Hagel
Jens Hagel · Gründer
8 Min. Lesezeit
Smartphone und Notebook auf einem Schreibtisch – Geräte, für die viele Firmen MDM-Software kostenlos suchen
Inhalt in Kürze
  • „MDM-Software kostenlos“ meint in der Praxis vier verschiedene Dinge: eine dauerhaft kostenlose Basisversion, eine MDM-Funktion in einer bereits bezahlten Lizenz, ein quelloffenes Projekt zum Selbstbetreiben oder eine befristete Testphase.
  • Microsoft 365 Business Basic und Business Standard enthalten mit „Basismobilität und Sicherheit“ laut Microsoft eine kostenlose MDM-Lösung – eine Teilmenge von Intune für iOS/iPadOS, Android und Windows 10/11, ausdrücklich ohne macOS und Linux.
  • Kostenlose Herstellerversionen haben ein Gerätelimit: LogMeIn Miradore verwaltet bis zu 50 Geräte kostenfrei, AppTec360 bietet eine kostenlose On-Premise-Lizenz für bis zu 25 Geräte, diese ausdrücklich ohne technischen Support (Stand 07.08.2026).
  • Open-Source-MDM ist in der Lizenz kostenlos, nicht im Betrieb: Fleet weist für die Free-Variante 0 US-Dollar je Host und Monat aus, mit dem Zusatz „basic features, no support“ (Stand 07.08.2026).
  • Ein kostenloses MDM spart die Lizenz, nicht die Arbeitszeit. Bei kjello ist die Geräteverwaltung samt laufendem Betrieb Teil der Flatrate von 29 € je Arbeitsplatz und Monat.
Inhalt8 Abschnitte

Wer nach kostenloser MDM-Software sucht, hat nach zehn Minuten ein Dutzend Treffer, und keine zwei meinen dasselbe. Mal ist die Software gratis, mal nur die ersten 25 Geräte, mal steckt die Funktion in einer Lizenz, die längst bezahlt wird. Dieser Beitrag sortiert die vier Wege, benennt für jeden die Stelle, an der er endet, und rechnet vor, was danach kommt.

Was „MDM-Software kostenlos“ tatsächlich bedeutet

MDM-Software kostenlos bedeutet in der Praxis eines von vier Dingen: eine dauerhaft kostenlose Basisversion eines kommerziellen Herstellers, eine MDM-Funktion, die in einer ohnehin bezahlten Lizenz enthalten ist, ein quelloffenes Projekt zum Selbstbetreiben oder schlicht eine Testphase mit Ablaufdatum.

Diese vier Wege haben sehr unterschiedliche Folgekosten, und genau darin liegt der häufigste Auswahlfehler. Was Mobile Device Management leisten muss, ändert sich nicht dadurch, dass die Lizenz nichts kostet: Geräte einheitlich einrichten, Sicherheitsrichtlinien durchsetzen, im Verlustfall sperren oder löschen. Welche Anforderungen dahinterstehen, haben wir in MDM im Mittelstand ausführlicher beschrieben.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Lizenzkosten und Betriebskosten. Die Lizenz ist ein Posten in der Buchhaltung, der Betrieb ist Arbeitszeit, und die fällt bei jeder der vier Varianten an.

Achtung:

„Kostenlos“ heißt in Vergleichsportalen häufig „kostenlose Testversion“. Prüfen Sie vor jeder Evaluierung auf der Herstellerseite selbst, ob es eine dauerhaft kostenlose Version gibt oder nur eine befristete Testphase. Ein Pilotprojekt, das nach 30 Tagen abläuft, ist kein Betriebsmodell.

Die vier Gratis-Wege im Vergleich

Die folgende Übersicht ordnet die Wege nach dem, was tatsächlich kostenlos ist, und nach der Stelle, an der die Gratis-Variante endet. Alle Angaben zu Dritt-Anbietern stammen von deren eigenen Seiten, abgerufen am 07.08.2026.

WegWas wirklich kostenlos istWo es endetPasst für
In der Lizenz enthalten — Microsoft 365 „Basismobilität und Sicherheit“Verwaltung von iOS/iPadOS, Android und Windows 10/11 ohne Zusatzkosten in Business Basic und Business StandardKein macOS, kein Linux; volle Geräteverwaltung erst mit IntuneFirmen, die Microsoft 365 bereits nutzen und mobile Geräte absichern wollen
Kostenlose Herstellerversion — z. B. LogMeIn Miradore, AppTec360Grundfunktionen ohne Lizenzgebühr: Miradore bis 50 Geräte, AppTec360 als On-Premise-Lizenz bis 25 GeräteGerätelimit, Funktionsdeckel, eingeschränkter Support je nach AnbieterKleine Flotten mit klarer Obergrenze
Open Source zum Selbstbetreiben — z. B. Fleet, Headwind MDM, NanoMDMSoftware und Quellcode; Fleet weist für die Free-Variante 0 $/Host/Monat aus, „basic features, no support“Server, Zertifikate, Updates und Fehlersuche liegen komplett bei IhnenTeams mit eigener Linux- und DevOps-Kompetenz
Kostenlose TestphaseVoller Funktionsumfang für einen befristeten ZeitraumDanach reguläre Lizenz — kein DauerbetriebEvaluierung, nicht Betrieb

Wer die Auswahl breiter aufziehen will, findet in beste MDM-Software 2026 auch die kostenpflichtigen Ansätze und die Auswahlkriterien dahinter.

Der Weg, den die meisten übersehen: die schon bezahlte Lizenz

Der günstigste Einstieg ist für viele Mittelständler bereits bezahlt. Microsoft beschreibt „Basismobilität und Sicherheit“ in seiner Dokumentation ausdrücklich als kostenlose MDM-Lösung und Teilmenge von Microsoft Intune, enthalten unter anderem in Microsoft 365 Business Basic und Business Standard.

Tablet auf einem hellen Schreibtisch – ein Gerätetyp, den kostenlose MDM-Software abdecken muss
Welche Betriebssysteme abgedeckt sein müssen, entscheidet häufiger über die Auswahl als der Preis.

Die Grenzen stehen in derselben Quelle: Verwaltet werden iOS/iPadOS, Android einschließlich Samsung Knox sowie Windows 10 und 11. macOS- und Linux-Rechner unterstützt erst Intune. Und wer über einen mobilen Webbrowser auf SharePoint-Websites, Dokumente in Microsoft 365 im Web oder Outlook im Web zugreift, wird laut Microsoft weder zur Registrierung aufgefordert noch blockiert.

Für Windows-Flotten hängt an derselben Lizenzfrage auch die automatische Erstinstallation, die wir in Windows Autopilot beschrieben haben. Wer den vollen Funktionsumfang braucht, landet bei Intune — als betreute Variante bei Managed Intune.

Gratis in der Lizenz, nicht im Betrieb

Bei den kostenlosen Herstellerversionen sind zwei Angebote im DACH-Raum verbreitet. Miradore, heute unter der Marke LogMeIn Miradore bei GoTo, nennt auf seiner Produktseite Geräteverwaltung für bis zu 50 Geräte ohne Kosten und unterstützt dort Windows, Android, iOS und macOS. Die Preisübersicht führt für den Free-Plan Wissensdatenbank, Community und E-Mail-Support; Chat, Telefon-Support und eine zugesagte Antwort am nächsten Werktag gibt es erst in den bezahlten Plänen. Der Schweizer Anbieter AppTec GmbH, laut Impressum in Basel ansässig, weist in seiner Preisliste eine kostenlose On-Premise-Lizenz für bis zu 25 Geräte aus, ausdrücklich nur für Firmenkunden und ohne technischen Support (beides Stand 07.08.2026). Zwei ernstzunehmende Wege für kleine Flotten, jeder mit einer Obergrenze, die man vorher kennen sollte.

Open Source geht noch einen Schritt weiter: Fleet beziffert seine Free-Variante auf 0 US-Dollar je Host und Monat, versehen mit dem Hinweis „basic features, no support“ (Stand 07.08.2026). Headwind MDM verfolgt denselben Ansatz für Android-Flotten. Bei MicroMDM lohnt ein Blick auf den Projektstand: Das Projekt erklärt Version 1 auf der eigenen Seite für den Wartungsmodus, die Entwicklung läuft in der Nano-Suite mit NanoMDM weiter. Die Software kostet nichts. Server, Zertifikatsverwaltung, Updates und die Fehlersuche um 22 Uhr sind Ihre Aufgabe.

Genau diesen Punkt betont auch das BSI: Der Mindeststandard für Mobile Device Management liegt seit September 2022 in Version 2.0 vor und definiert nicht nur funktionale und nicht-funktionale Mindestsicherheitsanforderungen an ein MDM-System, sondern stellt zusätzlich Sicherheitsanforderungen an dessen Betrieb. MDM ist damit im Sicherheitsverständnis der Behörde kein Produktkauf, sondern ein Prozess.

Sie packen einen neuen Laptop aus, schalten ihn ein, und er konfiguriert sich selbst: Apps, Einstellungen, Sicherheitsrichtlinien. Das ist keine Zukunft, das geht heute.

Jens HagelGründer

Dass das heute geht, ist der eine Teil. Der andere: Jemand muss die Richtlinie einmal schreiben, danach pflegen und bei jedem neuen Betriebssystem-Release nachziehen.

In fünf Schritten prüfen, ob ein kostenloses MDM für Sie reicht

Bevor Sie Lizenzen vergleichen, klären Sie den Bedarf. Diese Reihenfolge hat sich in Auswahlgesprächen bewährt:

  1. Geräte zählen — alle. Nicht nur Firmenhandys, sondern auch Notebooks, Tablets, Kassensysteme und private Geräte mit Firmenzugriff. Ein Gerätelimit von 25 ist schneller erreicht, als die erste Liste vermuten lässt.
  2. Betriebssysteme auflisten. Windows, macOS, iOS, Android, vielleicht Linux. Jedes fehlende System in der Gratis-Version bedeutet einen zweiten Verwaltungsweg — und damit den Aufwand, den Sie sparen wollten.
  3. Bestehende Lizenzen prüfen. Wer Microsoft 365 einsetzt, hat womöglich schon eine Lösung bezahlt. Das ist die günstigste Antwort, die es gibt.
  4. Verantwortlichkeit festlegen. Wer bedient die Konsole im Alltag, und was passiert in dessen Urlaub? Ohne Namen an dieser Stelle bleibt jede Lösung Theorie.
  5. Betriebsaufwand schätzen. Einrichtung, Richtlinienpflege, Störungen. Rechnen Sie diese Stunden mit dem internen Stundensatz gegen die eingesparte Lizenz.

Schritt vier ist der, an dem die meisten kostenlosen Projekte scheitern — nicht an Schritt eins. Wie sich Geräteverwaltung grundsätzlich organisieren lässt, zeigt der Überblick zur Geräteverwaltung im KMU.

Was Geräteverwaltung tatsächlich kostet

Die ehrliche Rechnung stellt Lizenz und Arbeitszeit nebeneinander. Eine kostenlose Lizenz spart je nach Anbieter wenige Euro pro Gerät und Monat. Der Betrieb kostet Stunden — und Stunden sind im Mittelstand der teurere Posten.

29 €
kjello je Arbeitsplatz/Monat, netto
Hamburg
Support vom eigenen Technik-Team
150+
betreute Unternehmen bei hagel IT

Bei kjello ist das Geräte- und Inventar-Management nicht das Produkt, sondern Teil des Betriebs: Inventar, Rollout, Richtlinien und Rückgabe stecken in der Flatrate von 29 € je Arbeitsplatz und Monat, zusammen mit On-/Offboarding und Support. Das Paket Security+ kostet optional 10 € je Arbeitsplatz und Monat zusätzlich, Microsoft-365-Lizenzen werden durchgereicht. Die vollständige Aufstellung steht auf der Seite Preise.

kjello-Portal: Geräteliste mit Sicherheit, Status, System und zugewiesener Person je Gerät
Die Geräteliste im kjello-Portal zeigt je Gerät Seriennummer, Status, Betriebssystem, zugewiesene Person und den Sicherheitsstand.

Ob sich der Wechsel vom Eigenbetrieb rechnet, lässt sich vorab überschlagen — der IT-Kostenrechner stellt interne Stunden und Flatrate gegenüber.

Wenn ich Word installieren muss oder einen PDF-Reader, kann ich meine eigentliche Arbeit nicht machen.

Finanzleitung · Bauunternehmen · 150 Mitarbeitende

Das ist der Einwand hinter dem Einwand. „Wir machen das selbst, das ist kostenlos“ stimmt für die Lizenz und selten für den Kalender. Und es gibt die Gegenrichtung: Wenn Sie eine eigene IT-Abteilung mit Linux-Kompetenz haben, ist ein selbstbetriebenes Open-Source-MDM eine gute, saubere Lösung. Dann ist kjello nicht der passende Weg.

Geräteverwaltung, die schon läuft.

30 Minuten, kostenlos, ohne Vertriebsdruck: Wir schauen uns Ihre Geräteliste an und sagen ehrlich, ob ein kostenloses MDM reicht.

Gespräch vereinbaren

Fazit: kostenlos ist eine Frage der Betriebsgröße

Kostenlose MDM-Software ist kein Marketingtrick — sie ist für kleine Flotten mit klarer Obergrenze und für Teams mit eigener Betriebskompetenz eine ernsthafte Option. Sie wird zum Problem, sobald das Gerätelimit fällt, ein Betriebssystem fehlt oder niemand mehr Zeit hat, die Konsole zu bedienen.

kjello ist auf den deutschen Mittelstand mit 20 bis 250 Mitarbeitenden zugeschnitten, nicht auf Konzerne mit eigener IT-Abteilung und nicht auf reine Cloud-only-Startups. Für alle dazwischen gilt: Prüfen Sie zuerst, was Ihre Microsoft-365-Lizenz schon enthält. Reicht das nicht, ist die nächste Frage nicht „welches Produkt“, sondern „wer betreibt es“.

Kurz gesagt: Eine kostenlose MDM-Lizenz spart Geld, kein Fachwissen und keine Zeit — entscheidend ist nicht der Preis der Software, sondern wer sie im Alltag bedient.
MDMGeräteverwaltungSoftwareauswahlMittelstand

Geschrieben von

Jens Hagel

Gründer

Jens Hagel gründete 2004 das Systemhaus hinter kjello und betreut mit seinem Team über 150 mittelständische Unternehmen. Er schreibt über das, was er in echten Firmen erlebt – praxisnah, ehrlich und ohne Fachchinesisch.

Häufige Fragen

Gibt es MDM-Software wirklich kostenlos?
Ja, aber in vier sehr unterschiedlichen Formen. Es gibt dauerhaft kostenlose Basisversionen kommerzieller Hersteller, MDM-Funktionen, die in einer ohnehin bezahlten Lizenz enthalten sind, quelloffene Projekte zum Selbstbetreiben und befristete Testphasen. Kostenlos ist dabei immer nur die Lizenz – Einrichtung, Betrieb und Support bleiben in jedem Fall Aufwand.
Was ist die beste kostenlose MDM-Software für kleine Unternehmen?
Wer Microsoft 365 Business Basic oder Business Standard nutzt, kommt am schnellsten über „Basismobilität und Sicherheit“ ans Ziel, weil die Funktion bereits im Abonnement enthalten ist. Für kleine Flotten außerhalb der Microsoft-Welt nennt LogMeIn Miradore eine kostenlose Verwaltung von bis zu 50 Geräten, AppTec360 eine kostenlose On-Premise-Lizenz für bis zu 25 Geräte (Stand 07.08.2026). Welche Variante passt, hängt vor allem davon ab, welche Betriebssysteme abgedeckt sein müssen.
Ist Microsoft Intune kostenlos?
Intune selbst ist ein kostenpflichtiger Dienst, aber in mehreren Microsoft-365-Paketen bereits enthalten – wer ein solches Paket lizenziert hat, zahlt nicht zusätzlich. Davon zu unterscheiden ist „Basismobilität und Sicherheit“: Microsoft beschreibt es als kostenlose MDM-Lösung und als Teilmenge von Intune, enthalten unter anderem in Business Basic und Business Standard.
Was kostet MDM pro Gerät im Monat?
Die Listenpreise kommerzieller MDM-Anbieter liegen meist im niedrigen einstelligen Bereich je Gerät und Monat: LogMeIn Miradore weist für Premium 3,30 US-Dollar je Gerät und Monat aus, 2,75 US-Dollar bei Jahreszahlung, Fleet für sein Premium-Paket 7 US-Dollar je Host und Monat (Stand 07.08.2026). Der größere Posten ist meist nicht die Lizenz, sondern die Arbeitszeit für Einrichtung, Richtlinienpflege und Störungen.
Wann reicht eine kostenlose MDM-Lösung nicht mehr?
Typische Bruchstellen sind ein Gerätelimit der Gratis-Version, ein fehlendes Betriebssystem wie macOS oder Linux, fehlendes Patch-Management und fehlender Support im Störungsfall. Praktisch endet der kostenlose Weg meist dort, wo niemand mehr Zeit hat, die Konsole regelmäßig zu bedienen.
Ist kostenloses MDM DSGVO-konform?
Das hängt nicht am Preis, sondern am Anbieter und am Betrieb. Entscheidend sind Serverstandort, Auftragsverarbeitungsvertrag, die Trennung privater und geschäftlicher Daten auf dem Gerät und ein dokumentierter Betriebsprozess. Das BSI stellt in seinem Mindeststandard für Mobile Device Management ausdrücklich auch Anforderungen an den Betrieb eines MDM-Systems, nicht nur an dessen Funktionsumfang.

Kostenlos zum Mitnehmen · PDF · Leitfaden

Geräte-Management-Starterkit

Vom Excel-Chaos zum sauberen Geräte-Inventar – in klaren Schritten.

Geräteverwaltung ohne eigenen Betrieb

Wenn die Lizenz nicht das Problem ist, sondern die Zeit: Bei kjello gehört die Geräteverwaltung zum laufenden Betrieb dazu – inklusive Einrichtung, Richtlinien und Support.

Geräte-Management ansehen