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IT-Wissen · Sicherheit

DDoS-Angriff: Wie er funktioniert und was schützt

Kurz erklärt

Ein DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) überlastet einen Server, Dienst oder ein Netzwerk gezielt mit einer Flut von Anfragen aus vielen verteilten Quellen, bis das System nicht mehr erreichbar ist. Ziel ist nicht der Datendiebstahl, sondern die Störung der Verfügbarkeit.

  • Ein DDoS-Angriff macht Systeme unerreichbar, indem er sie mit Anfragen aus vielen gekaperten Geräten (Botnetz) überflutet.
  • Es gibt verschiedene Angriffsarten – von reiner Bandbreiten-Überlastung bis zu gezielten Anfragen auf Anwendungsebene.
  • Schutz bieten spezialisierte DDoS-Abwehrdienste, eine gut konfigurierte Firewall und ein vorbereiteter Notfallplan.

Was ein DDoS-Angriff ist

Nicht jeder Angriff will Daten stehlen. Manche wollen einfach nur, dass nichts mehr funktioniert. Genau das ist das Ziel eines DDoS-Angriffs: einen Server, eine Website oder einen Onlinedienst so mit Anfragen zu überfluten, dass er zusammenbricht und für legitime Nutzer nicht mehr erreichbar ist. Der Betrieb steht still – im Onlinehandel bedeutet das direkten Umsatzverlust, bei Diensten den Ausfall der Erreichbarkeit.

Das „Distributed” im Namen ist der entscheidende Teil: Die Flut kommt nicht von einem Rechner, sondern von tausenden gleichzeitig, meist über ein Botnetz aus gekaperten Geräten. Das macht die Abwehr schwer, weil man nicht einfach eine Quelle sperren kann. Die erste Abwehrlinie im eigenen Netz ist eine gepflegte Firewall.

Die wichtigsten Angriffsarten

DDoS ist ein Oberbegriff für mehrere Techniken:

  • Volumenbasierte Angriffe: Sie überfluten die Internetleitung mit schierer Datenmenge, bis die Bandbreite erschöpft ist.
  • Protokoll-Angriffe: Sie zielen auf Schwächen in Netzwerkprotokollen und binden Ressourcen von Servern und Firewalls.
  • Angriffe auf Anwendungsebene: Sie imitieren echte Nutzeranfragen (etwa massenhafte Seitenaufrufe) und sind besonders schwer von legitimem Verkehr zu unterscheiden.
Kurz gesagt: Ein DDoS-Angriff greift nicht die Vertraulichkeit von Daten an, sondern die Verfügbarkeit – eines der drei Schutzziele der IT-Sicherheit.

Erkennen und schützen

Ein DDoS-Angriff kündigt sich durch plötzlich stark ansteigenden Verkehr, langsame oder nicht erreichbare Dienste und ungewöhnliche Muster an. Weil die Reaktion schnell erfolgen muss, ist Vorbereitung entscheidend. Zum Schutz gehören:

  • Spezialisierte DDoS-Schutzdienste, die den bösartigen Verkehr herausfiltern, bevor er ankommt.
  • Eine leistungsfähige Firewall als Teil der Netzverteidigung.
  • Reserven bei Bandbreite und Infrastruktur, um Lastspitzen abzufedern.
  • Ein Notfallplan mit klaren Ansprechpartnern – vor allem beim Internet-Provider, der oft die erste Abwehrlinie stellt.

Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen wird DDoS-Schutz über den Hosting-Anbieter oder den IT-Dienstleister abgedeckt. Als Teil einer betreuten Sicherheit & Compliance ist die Abwehr vorbereitet, statt im Angriffsfall improvisiert zu werden – denn während eines DDoS-Angriffs ist keine Zeit, erst nach dem richtigen Ansprechpartner zu suchen.

Häufige Fragen zu DDoS-Angriff

Was ist ein DDoS-Angriff einfach erklärt?

Bei einem DDoS-Angriff überfluten Angreifer eine Website oder einen Server mit so vielen gleichzeitigen Anfragen, dass er unter der Last zusammenbricht und für echte Nutzer nicht mehr erreichbar ist. Man kann es sich wie einen künstlich erzeugten Massenandrang vorstellen, der den Eingang blockiert.

Wie kommt ein DDoS-Angriff zustande?

Angreifer nutzen ein Botnetz – ein Netz aus vielen mit Schadsoftware infizierten Geräten (PCs, Server, oft auch schlecht gesicherte IoT-Geräte). Diese senden auf Befehl gleichzeitig Anfragen an das Ziel. Weil die Anfragen von tausenden verteilten Quellen kommen, lassen sie sich schwer von echtem Verkehr unterscheiden.

Wie schützt man sich vor DDoS-Angriffen?

Wirksam sind spezialisierte DDoS-Schutzdienste, die den bösartigen Verkehr herausfiltern, bevor er das eigene Netz erreicht, eine leistungsfähige Firewall, ausreichende Reserven bei Bandbreite und Infrastruktur sowie ein Notfallplan mit klaren Ansprechpartnern beim Provider. Kleinere Unternehmen decken das meist über ihren Hosting- oder IT-Dienstleister ab.

Was ist der Unterschied zwischen DoS und DDoS?

Ein DoS-Angriff (Denial of Service) kommt von einer einzelnen Quelle, ein DDoS-Angriff (Distributed Denial of Service) von vielen verteilten Quellen gleichzeitig. Der verteilte Angriff ist deutlich wirkungsvoller und schwerer abzuwehren, weil man nicht einfach eine einzelne Adresse blockieren kann.

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